Facebook

09. april 2018

Süddeutsche Zeitung, 27.3.2018, Werbeanzeige von Facebook:

„Es ist unsere Verantwortung,
deine Informationen zu schützen.
Wenn wir das nicht können,
haben wir diese Verantwortung nicht verdient.

Du hast vermutlich gehört, dass die Quiz-App eines Wissenschaftlers im Jahr 2014 unerlaubt die Facebook-Daten von Millionen von Menschen weitergegeben hat. Das war ein Vertrauensbruch, und ich möchte mich dafür entschuldigen, dass wir damals nicht mehr dagegen getan haben. Wir unternehmen nun die notwendigen Schritte, um sicherzustellen, dass so etwas nicht noch einmal passiert.
Wir verhindern bereits seit längerer Zeit, dass solche Apps so viele Informationen erhalten. Wenn du dich heute mit Facebook bei anderen Apps anmeldest, begrenzen wir die Daten, die diese Apps von dir erhalten.
Darüber hinaus überprüfen wir jede einzelne App, die damals Zugriff auf größere Datenmengen hatte. Wir rechnen damit, dass es noch mehr geben könnte. Sobald wir sie finden, werden wir sie sperren und alle betroffenen Nutzer benachrichtigen.
Außerdem zeigen wir dir, welchen Apps du Zugriff auf deine Informationen gewährt hast. So kannst du die Apps löschen, die du nicht mehr verwenden möchtest.

Ich verspreche, dass wir unsere Arbeit in Zukunft besser machen.
Mark Zuckerberg“

Immerhin eine Entschuldigung.
Den Rest glaube ich nach dem bislang Vorgefallenen (und Berichteten) nicht.
Ich erinnere mich nur an ein noch elenderes Zugeständnis an Hintergehung von Kunden in einem solchen Stil:

Die Erklärung der deutschen Autobauer im Rahmen des Diesel-Skandals.
Von dort gibt es bis heute nicht einmal eine Entschuldigung.

Helmut Aßmann