Buchtipps
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Judas, die dunkle Gestalt der Passionsgeschichte, stammt aus dem Zentralfeld der Anhängerschaft Jesu. Welche Kräfte in ihm gewirkt haben, dass er sich von einem Jünger zu einem Verräter wandelte, wird nicht erwähnt. Es gibt kein Psychogramm, das sich aus den Evangelien erheben ließ. Nur relativ durchsichtige Zuschreibungen, dass er hinter dem Geld hergewesen wäre und ohnehin ein durchtriebener Charakter sei, dem derlei Schuftereien zuzutrauen wären. Aber er war einer aus dem „inner circle“, das ist das Bedrückende. Eine ganz andere Frage aber lautet: Was hat er eigentlich verraten? Aufenthaltsort, hoheitlich relevante Informationen, Umsturzpläne? Den Aufenthaltsort Jesu zu ermitteln, war nicht schwierig, dazu brauchte es damals wie heute bestenfalls einen durchschnittlichen Detektiv, keine Highend-Informanten aus dem Zentrum der Macht. Und verschwörerische Ambitionen waren nun wirklich nicht zu vermuten. Alles, was am Ende geschah, wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch ohne Judas passiert. Frage also: Wozu braucht(e) es Judas? Er wurde später als Sündenbock, Erzbösewicht, Inkarnation des bösen Juden und in jeder Hinsicht schlechtes Beispiel vereinnahmt und funktionalisiert. Judas eher eine Rolle als eine wirklich menschliche Figur? Übrig bleibt, wenn sich der spekulative Qualm um diesen besonderen Jünger Jesu verzogen hat, ein unheimlicher Sachverhalt: Einer der besten Freunde hat sich auf die andere Seite geschlagen. So etwas kommt in den besten Gemeinschaften vor.
Helmut Aßmann
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Trotz aller alterslosen Bekleidungsformen, Konzertbesuche und Freizeitgepflogenheiten: Wir werden älter und stellen irgendwann fest, dass wir anders leben, fühlen, denken und glauben als die nachfolgenden Generationen. Irgendwie ist das Gewinn und Verlust zugleich. Aber inwiefern? ...
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